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Erstes "Kids Camp" für transplantierte Kinder

TransDia e.V. hat ein neues Angebot

Über Pfingsten fand in Bienenbüttel in der Lüneburger Heide das erste „TransDia TX-Kids Camp“ statt. Sieben transplantierte Kinder zwischen neun und 15 Jahren haben daran teilgenommen. Trotz des großen Altersunterschiedes war es ein harmonisches Miteinander. Vor Ort hatten wir viele große und kleine Helfer sowie ausreichend Betreuer, darunter für jeden Tag einen Arzt. Katja Konwer hat alles mit vielen Ideen und Engagement organisiert und viel Unterstützung vor Ort erfahren.

Freitag: Ankommen und Kennenlernen

Ab 12 Uhr standen die Helfer in den Startlöchern, um den Kindern ein erlebnisreiches Wochenende zu bieten. Jedes Kind bekam bei der Anreise einen Rucksack gefüllt mit nützlichen Dingen. Wir wollten ja für jeden Fall gewappnet sein. Zum Kennenlernen haben wir zwei kleine Flöße gebastelt. Nur mit Ästen, einer Säge, viel Schnur und ein bisschen Stoff, gingen die Kinder ans Werk. Das war alles anstrengend und erste Hungergefühle machen sich breit. Aber hinsetzen und bedienen lassen ist nicht. Unsere „großen“ kleinen Gäste müssen am selber mit Hand anlegen: Hamburger gilt es zuzubereiten. In der Küche geht es rund, alle haben etwas zu tun. Selbst gemacht schmeckt eben am besten!

Samstag: Paddeln und Grillen

Erst mal gab es ein tolles Frühstück für die müden Krieger. Um 10 Uhr soll es dann zum Paddeln gehen. Ein Transplantationsarzt aus Hamburg kommt und wird uns heute begleiten. Zunächst müssen wir zehn Kilometer bis zum Campingplatz Melbek paddeln. Leider ist das Wetter nicht so schön, die Sonne lässt sich kaum blicken. Vor allen Dingen ist es etwas kalt – aber wir paddeln ja! Gegen Mittag erreichen wir den Rastplatz in Melbek. Die Mittagspause tut uns gut, wir können uns aufwärmen, es gibt ein leckeres Essen.

Nach dem Mittagessen geht es weiter. Ab und an entwickelt sich ein „Rennen“ zwischen dem großen und dem kleinen Boot. Am Abend ist Grillen angesagt. Darauf freuen sich schon alle – denn Hunger haben nach der Anstrengung alle. In Wichmannsburg angekommen werden „Feuermacher“ und „Essensmacher“ ausgeguckt. Denn ohne Feuer keine Grillwürstchen. Also Holz holen, Grill aufbauen und alles was dazugehört. Als besondere Spezialität gibt es abends Stockbrot. Das Lagerfeuer ist richtig gemütlich. Der Abend geht viel zu schnell zu Ende, müde sind wir aber alle.

Sonntag: Fotoalbum und Klettern

Frühstück. Müde Gesichter. Dabei brauchen wir heute alle Kraft für den Hochseilklettergarten. Doch zunächst gibt eine etwas ruhigere Beschäftigung. Katja hatte im Vorfeld die Idee, dass alle Kinder ein Erinnerungsfotoalbum basteln sollen. In der Nacht haben die Betreuer unzählige Fotos ausgedruckt. Zusammen mit weiterem Material wird das sehr individuelle Fotoalben geben. Die Kinder entwickeln ungeahnte Fantasie, es gibt Ideen, auf die wir selber nicht gekommen wären.

Um 15 Uhr geht es los zum Klettern. Dr. Kaiser aus Essen kommt pünktlich und so haben wir auch für dieses Abenteuer einen Arzt dabei. Beim Treetrack angekommen werden wir zunächst mit der nötigen Sicherheitsausrüstung versorgt. Dann geht es zum Üben. Dann wird es ernst. Es geht hinauf auf bis zu 12 Meter Höhe. Auf schmalen Brettern, wackligen Balken, dünnen Seilen und Netzen werden fünf Parcours mit ständig zunehmendem Schwierigkeitsgrad überwunden. Nichts für ängstliche Naturen, aber wer ist schon ängstlich – oder will es zeigen. Jedes Hindernis endet mit einer „Seilbahnabfahrt“. Aber alle machen mit. Knapp drei Stunden turnen wir durch den Parcours. Zufrieden kommen alle am Fuß der letzten Seilbahnabfahrt an und die Kinder sind stolz, dies bewältigt zu haben.

Montag: Fotoalbum und Abfahrt

Der letzte Morgen ist gekommen. Nun müssen wir noch die Fotoalben fertig stellen. Das Klettern im Hochseilgarten steckt allen noch in den Knochen. Während beim Paddeln vorwiegend die Arme herhalten mussten, war es im Klettergarten der ganze Körper. Nach dem Frühstück geht es an die Fotoalben. Alle haben tolle Ideen und mit viel Elan werden die Alben fertig gestellt. Am Nachmittag werden die Kinder abgeholt, voll von Erlebnissen und Erzählungen.


Ein solches Kindercamp haben wir noch nie organisiert und so war es auch für uns eine spannende Erfahrung, mit den Kindern gemeinsam etwas zu erleben und „Abenteuerluft“ zu schnuppern. Dieses Kindercamp hat Lust auf mehr gemacht. Ideen und Anregungen haben wir aus diesem Jahr mitgenommen und werden versuchen, dies im nächsten Jahr wieder zu realisieren.

Katja Konwer, Wolfgang Ludwig


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