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TV-Tipp zum Thema Organspende
Reinhold Beckmann diskutiert unter dem Motto "Warten auf ein neues Leben" über Organspende
Jeden Tag sterben in Deutschland statistisch gesehen drei Menschen, weil für sie ein Spenderorgan fehlt. Derzeit warten rund 12.000 Patienten auf ein neues Organ – und keiner weiß, ob sie es rechtzeitig erhalten.
Die Kluft zwischen dem tatsächlichen Bedarf und den erfolgten Transplantationen ist gewaltig: Lediglich ca. 17 % der Deutschen besitzen einen Organspendeausweis, die Spendenquote hierzulande ist im EU-Vergleich unterdurchschnittlich. Europaweit Spitzenreiter sind Spanien und Österreich, wo Organspenden ein selbstverständliches Thema in der Gesellschaft sind und signifikant mehr Transplantationsbeauftragte in den Kliniken arbeiten.
Ein gesellschaftliches Umdenken scheint dringend erforderlich. Was kann und muss die Politik tun, um den betroffenen Menschen zu helfen? Wie leben Patienten zwischen oft jahrelangem Hoffen und Bangen? Woher kommen die Vorbehalte gegenüber Organspenden – und wie können die Ängste genommen werden? Über diese Fragen und die Situation in deutschen Krankenhäusern diskutieren bei „Beckmann“ in mehreren Gesprächsrunden Politiker, Ärzte, Betroffene und Angehörige.
Die Sendung "Organspende - Warten auf ein neues Leben" wird am Montag, 7. Dezember 2009, um 22.45 Uhr im Ersten ausgestrahlt.
Gäste:
Philipp Rösler (Bundesgesundheitsminister, FDP)
Sarah Groß (die 20-Jährige erhielt vor wenigen Monaten ein neues Herz)
Lothar Rücker (lebt seit vier Jahren mit einer Spenderlunge)
Dr. André Simon (Transplantationsmediziner)
Prof. Günter Kirste (Medizinischer Vorstand der „Deutschen Stiftung Organtransplantation“)
Sandy Sollan (die 35-Jährige gab die Organe ihres verstorbenen Sohnes zur Transplantation frei und änderte danach ihr Leben)
Dr. Vera Kalitzkus (die Sozialwissenschaftlerin beschäftigt sich seit Jahren kritisch mit dem Thema Organspende)




