11.09.2011

Der dritte Tag

Von Idar-Oberstein nach Trier: Höhenmeter ohne Ende

Früh um 8 Uhr geht es los. Wenn wir dem Wetterbericht Glauben schenken dürfen, wird es heute sehr warm. Wird auch Zeit. Heute erreichen wir mit 736 Meter den höchsten Punkt der Radtour. Schon am Ortsausgang von Idar-Oberstein geht es mächtig rauf. Und das am frühen Morgen....

Leider mussten wir die gewonnen Höhenmeter auf mehreren Abfahrten wieder abgeben. Birkenfeldt ist unser erstes Zwischenziel. Dafür mussten wir wieder – auch bedingt durch einen gesperrten Radweg – auf 450 Meter hoch. Mühsam.

Jürgen hatte ein schönes schattiges Plätzchen ausgesucht. Und sofort geht es an die Kalorienvernichtung um neue Kräfte zu tanken.

Nun kommt der härteste Anstieg. Noch ca. 250 Meter bis zum Gipfel. Ein Teil des Radweges ist wegen eines Firmenlaufes gesperrt. Der „Wächter" ist streng und lässt niemanden durch. Mühevoll geht´s weiter auf durch den Wald. Doch irgendwann ist der Berg erreicht. Und nun fahren wir nur noch bergab bis Reinsfeld.

Von Reinsfeld haben wir noch ca. 50 Kilometer bis nach Trier zum Krankenhaus der Barmherzigen Brüder. Im Vorfeld hatten wir vier Alternativrouten überlegt. Plan D schien der humanste. Etwas länger aber dafür nur bergab. Kurz hinter Reinsfeld begann das Vergnügen. Glatt geteert, immer leicht bergab und mitten durch den Wald. Es handelt sich um eine stillgelegte Bahnstrecke, deren Gleisbett asphaltiert wurde. Mit schönem ein bis zwei Prozent Gefälle geht es 45 Kilometer bis an die Mosel herunter. Wir können soviel Zeit herausfahren, dass wir noch Zeit für unsere Mission (und einen Kaffee) in einem Biergarten finden. Mit den Trikots fallen wir überall auf.

Pünktlich erreichen wir Trier. Ein kleiner, aber herzlicher Empfang. Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder engagiert sich seit Jahren für die Organspende und hat somit einen Besuch von uns, den Nutznießern der Organspende, verdient.

Heute verlässt uns Heike, eine Koordinatorin der Deutschen Stiftung Organtransplantation in der Region Ost. Drei Tage ist sie mit uns geradelt. Ihr Fachwissen hat unserer Mission gut getan.


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